Projekt

Biomasse ist ein natürlicher Rohstoff von besonderer Bedeutung. Die primäre Biomasserzeugung ist bis auf unabsehbare Zeit an Flächeninanspruchnahme respektive Landnutzung gebunden und steht damit in Konkurrenz mit einer Vielzahl von weiteren Landnutzungen. Um die steigenden Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung langfristig befriedigen zu können, ist eine effizientere und nachhaltigere Nutzung von Biomasse unumgänglich. Viele Experten sind sich einig, dass bei einer Ausdehnung der Nutzung von Biomasse zu stofflichen Zwecken die  „Rohstoffe oder daraus hergestellte Produkte in zeitlich aufeinander folgenden Schritten so lange, so häufig und so effizient wie möglich stofflich (…) genutzt und erst am Ende des Produktlebenszyklus energetisch verwertet werden sollten“ (UBA, 2012). Dies beschreibt das Grundprinzip einer Nutzungskaskade.

Modellhafte Darstellung einer Nutzungskaskade. Quelle: IFEU 2013

Abbildung: Modellhafte Darstellung einer Nutzungskaskade [IFEU 2013]

Das Projekt dient dazu, die Potentiale der Kaskadennutzung bei stofflicher Biomassenutuzung zu erkennen und deutlicher herauszuarbeiten. Anhand verschiedener Praxisbeispiele aus der Industrie werden zum einen Erfolgsfaktoren und Hemmnisse identifiziert und zum anderen die ökologische Vorteilhaftigkeit von Nutzungskaskaden differenziert und umfassend analysiert. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, Eckpunkte zur Entwicklung einer Strategie für Entscheidungsträger zu zeichnen um zielgerichtete und erfolgversprechende Maßnahmen und Instrumente entwickeln zu können. Dabei sind ökologische Aspekte maßgeblich sowie ökonomische Faktoren zu betrachten.

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